Sunday, February 1, 2009

Fürs Leben - Liebe

So. Heute also mal meine Meinung zu einem Thema über das man vermutlich immer und sehr viel schreiben kann.

Fangen wir mal mit der allgemeinen Lage der Nation an. Wie ich schon in meinem letzten Post zum Thema "Job fürs Leben" angedeutet habe, ist der ganze "Karriere-Zirkus" nicht unbedingt förderlich für die Lebensbereiche, die nichts damit zu tun haben. Partnerschaft ist einer davon.

Wir haben mehr Singles denn je und die Singelbörsen dieser Welt verdienen sich eine goldene Nase an der Einsamkeit der Karrieresklaven. Bindungsangst ist scheinbar gerade modern. Eine Feste Beziehung schon fast etwas komisches. Etwas für Leute, die noch nicht angekommen sind in der schönen, neuen, hedonistischen/materialistischen  Zeit.

Akademiker bekommen mit die wenigsten Kinder in Deutschland.
Dafür haben wir tolle Instrumente eingeführt, die es den Kindern der Menschen, die sich noch trauen welche zu bekommen immer schwerer fällt an eine gute Ausbildung oder gar ein Studium zu kommen. Gaanz toll!

Doch es scheint sich ein Gegentrend breit zu machen. In einer Umfrage des Studentenmagazins "Zeit Campus" im Mai 2008 ergab eine Befragung von rund 6000 Studenten, dass diese wieder deutlich mehr Wert auf Ziele in den Bereichen Familie und Gesellschaft legen. Das könnte vor allem daran liegen, dass die Studenten 2008 ihre Zukunftschancen deutlich optimistischer einschätzten, als noch 2006.

Um an dieser Stelle (Zukunftsaussichten) anzuknüpfen, kommt jetzt der persönliche Teil.

WARNING:
Ich habe die Wahl zum "Partner fürs Leben" gerade mal wieder verloren.
Es kann also gut sein, dass alles was jetzt folgt ziemlich wirr klingt.

Liebe besteht nicht darin,
dass man einander anschaut,
sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt.

- Antoine de Saint-Exupéry

Ein Zitat, das vermutlich jeder Liebende kennt und kennen sollte. Und in Kombination mit den Lebensumständen in unserer heutigen schnelllebigen Zeit genau das Richtige Zitat um zum Kern des Problems vorzustoßen:

Eine langfristige Beziehung kann nur funktionieren, wenn man in die gleiche Richtung blickt und dort auch eine gemeinsame Zukunft erkennen kann. Ob das funktioniert hängt letztlich vom eigenen Horizont ab und wie weit man gemeinsam in eine Richtung blicken kann.

Was ich heute sehe wenn ich nach vorne Blicke ist vor allem: Nebel. Untiefen. Ungewissheit.
Die Zeiten gerader und 100% vorrausbestimmter Lebensentwürfe ist vorbei.
Falls es sie jemals gab.

Woher soll ich wissen was ich in fünf Jahren machen werde? Woher soll ich wissen wo auf der Welt ich in fünf Jahren bin? Woher weißt du es? Geht es dir vieleicht ähnlich?

Fragen die mich in letzter Zeit sehr oft beschäftigt haben. Ich bin dabei am gleichen Punkt angekommen, wie bei meinem letzten Post zum Thema "fürs Leben": Es ist letztlich nicht wichtig zu wissen wie dein Weg aussieht, sondern nur wo du hin willst.

Stadtwohnung mit Dachgarten und ein Leben als DINKI-Pärchen oder doch lieber Haus auf dem Land, Familie und Kinder?  Für mich lautete die Antwort meistens "Warum 'oder'?"  Eins nach dem anderen und genauer gesagt lautete meine Antwort meistens "Hauptsache mit dir! Alles andere findet sich."

Ich denke man merkt es schon: Ich gehöre was das Thema "Liebe fürs Leben" angeht zu den Optimisten. Oder gar zu den Pragmatikern? Ich suche nicht nach Miss Perfect , der Frau an der einfach alles stimmt und die keine Mäkel hat. Erstens glaube ich nicht, dass es so etwas wirklich gibt (außer im Film). Zweitens würde das für mich heißen, etwas am Thema "Liebe" grundsätzlich falsch verstanden zu haben:
  • Jemanden so zu lieben wie er/sie ist.
  • Mit dem Patner/ der Partnerin durch Dick und Dünn zu gehen.
  • Nicht wegzulaufen, wenn es mal schwierig wird.
Manche mögen es feige nennen, die Beziehung der ständigen Suche nach der "perfekten Liebe" vorzuziehen. Sollen sie doch! Für mich hat gemeinsam zu stehen und den Widrigkeiten des
Lebens zu trotzen eher mit Mut zu tun als diese ständige Flucht in neue kurzlebige Abenteuer.

Ich werde weiterhin dran glauben.

Einen schönen Sonntag wünscht Konfusius ;-)








Wednesday, January 28, 2009

Medienerziehung

Auf meinem gestrigen Mittagsspaziergang kam ich durch die Schrebergartensiedlung ganz
in der Nähe meiner Hochschule. Auf den Wegen hatten Kinder ihre Häuser gemalt. Natürlich haben in die Wohnungen der Kleinen auch die Computer und das Netz einzug gehalten.

Das Bild unten hat mich dann allerdings doch sehr betrübt:


KidsAndTheNet.JPG


Woher müssen Kinder die noch mit Straßenmalkreide ihre Zukunft gestalten von "internet porno" wissen? Muss das wirklich sein? Nein. Es muss nicht!

Seit dem stelle ich mir einmal mehr die Frage, wie ich wohl irgendwann meine Kinder zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Netz erziehen würde.

Ich bin eigentlich nie ein großer Freund von Kindersicherung, Filtern und Sperren gewesen. Vor allem weil sie sich meistens doch umgehen lassen, wenn die Kinder nur smart genug sind. Allerdings würde auch ich vermutlich zum Teil auf diese technischen Maßnahmen zurückgreifen. Aber das sind nur die einfachen Methoden. Viel wichtiger wird es dann sein, dass ich viel Zeit habe mit den Kids das Netz gemeinsam zu erkunden. Das ist nachhaltiger, kostet aber wie alle nachhaltigen Ansätze wesentlich mehr Zeit. Zeit die ich in diesem Fall aber gerne opfern werde.

just my 2 cents.

Sunday, January 25, 2009

Einfach Springen...




Und fliegen. Immer dem Horizont entgegen.



Saturday, January 24, 2009

Fürs Leben - Ein Konzept vom Aussterben bedroht?

So in nächster Zeit mache ich dem Namen dieses Blogs mal alle Ehre:

1. Ich habe keine Lust mehr auf Englisch zu bloggen.
2. Ich werde mich mit dem Titel meines Blogs etwas näher außeinandersetzen.

Fürs Leben

Ich habe über diesen kleinen Zusatz in letzter Zeit viel nachgedacht. Er kommt im Weltbild des letzten Jahrtausends noch deutlich öfter vor als in den letzten Jahren. Ich werde in nächster Zeit versuchen ein paar "Fürs Leben"-Kombinationen zu beleuchten.

Der Job fürs Leben

Na? Hast du gerade auch schon die Augenbrauen hochgezogen? "Wer glaubt denn noch an sowas?"
Ganz genau! In unserer heutigen, globalisierten und voll vernetzten Welt haben wir uns von diesem
Konzept schon längst verabschiedet.

Die heutige Elite sollte dynamisch, enthusiastisch, mobil, diplomiert, promoviert und habilitiert sein. Ach ja und wenns geht bitte noch mindestens. 4 Praktika, am besten im Ausland. Dabei sollten sie möglichst unter 25 sein.

So hätten es die Unternehmen gerne. Und wozu führt das ganze? Dazu, dass nich wenige mit allen Mitteln versuchen diesen Anforderungen gerecht zu werden. Koste es was es wolle.  Das ist das Klischee des jungen Akademikers , das derzeit in den Medien vorherscht.

"In einer Welt, in der man nur noch lebt,
damit man täglich roboten geht,
ist die größte Aufregung, die es noch gibt,
das allabendliche Fernsehbild.

Jeder Mensch lebt wie ein Uhrwerk,
wie ein Computer programmiert.
Es gibt keinen, der sich dagegen wehrt,
nur ein paar Jugendliche sind frustriert."

Die Toten Hosen - Hier kommt Alex


Die generation der wilden Studenten hat scheinbar ausgedient. Wir leben nicht mehr in Zeiten, in denen die Wirtschaft so brummt, das jeder daran glauben kann auch nach seiner Aktivistenzeit einen Job zu bekommen. Heute nennt man uns die "Generation Lebenslauf". Blos immer schön den Anforderungen gerecht werden. Blos nicht zu sehr abweichen. Blos keine hinderlichen Ideale pflegen. Blos nicht sowas hier im Internet veröffentlichen!
(An dieser Stelle ein Gruß an alle Personaler und Headhunter: wenn Sie mich wegen dieses Posts nicht einstellen wollen, hätte ich den Job sowieso nicht gewollt!)

Dieser ganze Affenzirkus hat, wie vermutlich jeder inzwischen mitbekommen hat, gravierende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Doch dazu mehr beim nächsten Beitrag "Fürs Leben".

Ich leugne garnicht, dass man sich auf die veränderten Umstände einstellen muss. Ich frage nur ob
das Modell "Alles fü den Lebenslauf" das richtige ist. Ist es der Top-Job wirklich wert, dafür alles zurückzustellen? Ich frage mich vor allem auch wo wir heute schon auf die Fragen und Herausforderungen dieser neuen Arbeitswelt vorbereitet werden?

In Schulen und Hochschulen? Die haben gerade mehr als genug damit zu tun die immer neuen fachlichen Anforderungen der Wirtschaft in immer kürzerer Zeit zu erfüllen. Aber das reicht eben nicht. Was nutzt es einem jungen Menschen, wenn er alle fachlichen Qualifikationen hat und trotzdem nicht weiß, was ihm im Leben wichtig ist und wo er eigentlich hin will?

An dieser Stelle muss man bei sich selbst konkret ansetzen. Goalsetting heißt das Stichwort. Und ich rede jetzt nicht von der Frage "Was willst du denn mal werden?". Die ist eher kontraproduktiv, da viele darauf sehr lange keine genaue Antwort haben werden.  Die Fragen muss viel mehr lauten "Was ist dir wirklich wichtig?" "Woran hast du Freude im Leben?" "Wofür wirst du im Leben kämpfen?".

Diese Fragen kann man natürlich nicht einfach einmal in der Schule erörtern und dann so stehen lassen.
Diese Fragen müssen wir uns fast jeden Tag stellen. Und wir brauchen dabei Menschen die uns helfen die richtigen Fragen zu stellen. Das können verschiedene Leute sein. Eltern, Lehrer, Menschen die im Leben schon viele Erfahrungen gemacht haben. Aber vor allem auch Freunde und Partner. Menschen denen es gerade genauso geht.  Nur muss sich jemand trauen das Thema mal anzusprechen. Immer und immer wieder! Es gibt bereits gute Ansätze!

Und jetzt?

Am allerwichtigsten ist aber, aus meiner Sicht, sich von dem ganzen Zirkus nicht ins Boxhorn jagen zu lassen. Ruhe bewahren und sich darauf konzentrieren, seine Sache gut zu machen. Ein Muster, dass ich bei vielen Kommilitonen, vor allem aus dem technischen und naturwissenschaftlichen Bereich schon oft gesehen habe. Sie lassen sich nicht von dem ganzen "Karriere-Karriere-Karriere"-Hype mitreißen, sondern machen seelenruhig ihr Ding. 

Und warum? Weil sie es sich leisten können! Und eigentlich könnten wir es uns alle leisten. Auf Deutschland kommt ein Braindrain zu. Unternehmen fangen langsam an sich um die wenigen guten Absolventen regelrecht zu prügeln. Da ließt man immer wieder Worte wie "work-life-balance", also das Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben. Man ist also auf Arbeitgeberseite durchaus bereit einzusehen, dass Menschen mehr sind als Karriere-Roboter.

Gestern erst habe ich einen Artikel zum Thema "employer branding" gelesen. Was das ist? Die Unternehmen, versuchen sich als attraktiver Arbeitgeber am Arbeitsmarkt zu positionieren. Sie sind scharf auf Absolventen! Sie betreiben Marktforschung und wollen wissen, was den Studenten wichtig ist.
Da is ein Hebel an dem wir ansetzen müssen. Sagt, was ihr wirklich von ihnen wollt!

So nachdem ich mich jetzt genug mit den Personalwünschen heutiger Unternehmen angelegt habe, werde ich mich jetzt auch mal wieder um mein Studium kümmern. Ich überlasse die Letzten Worte
Baz Luhrmann:

Wednesday, December 24, 2008

Song for 2009

The following lines are from the theme of a movie called "Paint your wagon".
They're old. They give me hope. They turned out to be true in more occasions I would have wished them to in the last few years.


I was born under a wanderin’ star
I was born under a wanderin’ star

Wheels are made for rollin’
Mules are made to pack
I never seen a sight that didn’t look better looking back.

I was born under a wanderin’ star

Mud can make you prisoner
And the plains can bake you dry
Snow can burn your eyes
But only people make you cry
Home is made for comin’ from
For dreams of goin’ to
Which with any luck will never come true

I was born under a wanderin’ star
I was born under a wanderin’ star

Do I know where hell is?
Hell is in Hello
Heaven is good-bye forever
It’s time for me to go

I was born under a wanderin’ star
A wanderin’ wanderin’ star

Mud can make you prisoner
And the plains can bake you dry
Snow can burn your eyes
But only people make you cry
Home is made for comin’ from
For dreams of goin’ to
Which with any luck will never come true

I was born under a wanderin’ star
I was born under a wanderin’ star

When I get to heaven
Tie me to a tree
Or I’ll begin to roam
And soon you know where I will be

I was born under a wanderin’ star
A wanderin’ wanderin’ star


Merry Christmas and a Happy new year to all of you!

Wednesday, November 5, 2008

Wikipedia helped me soo much...

...that I thought it was time to give back a little bit. Right now I am reading up on the "pumping lemma".

Now think hard how many times Wikipedia saved your a** before a test, presentation or in moments of ignorance. Now think again how much you spend on coffee each day allthough it is bad for you health. O.K. and now go and:

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Monday, October 27, 2008

OpenID techtalk - Google Video

Simon Willison
OpenID techtalk - Google Video

Interesting Technology

But Jesus, that guy talks fast!!!!